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FTMO Challenge Regeln - 1-Step vs. 2-Step meistern

Ignaz Pape 18. Juni 2026
FTMO-Logo und Diagramme. Ein Mann blickt auf Finanzdaten. Die FTMO Challenge Regeln sind einfach, aber nicht leicht.

Inhaltsverzeichnis

Die FTMO-Challenge ist im Kern ein Test auf Risikokontrolle, Disziplin und saubere Ausführung. Wer die Regeln nur grob kennt, scheitert oft nicht am Markt, sondern an der täglichen Verlustgrenze, einem missverstandenen Profit Target oder an unnötigen Fehlern rund um News und Positionshaltung. Ich ordne die Vorgaben deshalb praktisch ein und zeige, wie man daraus einen handelbaren Plan macht.

Die FTMO-Challenge steht und fällt mit wenigen klaren Grenzwerten

  • 1-Step arbeitet mit einer einzigen Evaluationsphase, 10% Gewinnziel, 3% Daily Loss, 10% Max Loss und der Best-Day-Regel.
  • 2-Step verlangt 10% im Challenge, 5% in der Verification, 5% Daily Loss, 10% Max Loss und mindestens 4 Trading Days pro Phase.
  • Die Limits basieren auf Equity, nicht nur auf dem geschlossenen Kontostand, und werden um 00:00 CE(S)T neu bewertet.
  • Während der Evaluation sind News-Trading sowie Overnight- und Weekend-Holding erlaubt; die engeren Regeln greifen später vor allem auf Standard-Konten.
  • Erlaubt sind diskretionäres Trading, Algorithmen und EAs, solange der Stil legitim, reproduzierbar und regelkonform bleibt.

Was hinter den Regeln der FTMO-Challenge steckt

Ich lese die FTMO-Regeln nicht als Sprint, sondern als Filter für konsistentes Verhalten. FTMO selbst trennt dabei klar zwischen Evaluationsphase und spätem FTMO Account, und genau deshalb muss man die Vorgaben in zwei Ebenen denken: Was gilt in der Challenge, und was bleibt danach relevant? Für den Alltag bedeutet das vor allem, dass Risikomanagement wichtiger ist als ein einzelner starker Trade. Die Frage ist also nicht nur, ob du profitabel handeln kannst, sondern ob dein Stil über Tage und Wochen reproduzierbar bleibt.

Hinzu kommt: Du kannst grundsätzlich frei handeln, aber nicht beliebig. Die Struktur belohnt Strategien, die mit realistischen Positionsgrößen, einem klaren Verlustrahmen und sauberem Timing arbeiten. Genau dort liegt der Unterschied zwischen „ich treffe einmal gut“ und „ich bestehe die Challenge“. Der nächste Schritt ist deshalb, die beiden Produktmodelle nebeneinander zu sehen.

Vergleich von FTMO Challenge Regeln: Instant Funding, 1-Step & 2-Step Challenge mit ihren Vor- und Nachteilen.

So unterscheiden sich 1-Step und 2-Step

Der wichtigste Unterschied ist simpel: Die 1-Step-Version verlangt nur eine Evaluationsphase, die 2-Step-Version führt dich über Challenge und Verification. In der Praxis wirkt die 1-Step oft direkter, während die 2-Step mehr Luft für methodisches Arbeiten gibt, weil die zweite Phase ein kleineres Gewinnziel hat. Welches Modell besser passt, hängt weniger von Marketing-Versprechen ab als von deinem Trading-Stil.

Kriterium 1-Step 2-Step
Phasen 1 Evaluationsphase 2 Phasen: Challenge und Verification
Gewinnziel 10% 10% im Challenge, 5% in der Verification
Tagesverlustlimit 3% 5%
Gesamtverlustlimit 10% trailed nach oben 10% statisch
Mindesttage Nicht fest vorgegeben 4 Trading Days pro Phase
Best Day Rule Ja, 50% der positiven Tage Nicht separat in den Objectives ausgewiesen
Zeitlimit Unbegrenzt Unbegrenzt

Der praktische Unterschied ist größer, als die Tabelle auf den ersten Blick vermuten lässt. Bei der 1-Step kann das maximale Verlustlimit nach einem starken Mitternachtsstand weiter nach oben wandern, was die Struktur dynamischer macht. Die 2-Step bleibt in dieser Hinsicht statischer und dadurch für viele Trader etwas berechenbarer. Der offizielle Schnellwert liegt bei 2 Trading Days für 1-Step und bei 8 Trading Days für 2-Step, wenn alle Vorgaben gleichzeitig erfüllt sind.

Für Low-Frequency- oder Swing-Setups fühlt sich die 2-Step oft entspannter an, weil du nicht alles über einen einzigen guten Tag lösen musst. Für schnelle Intraday-Ansätze kann 1-Step reizvoll sein, allerdings nur dann, wenn du die Best-Day-Regel sauber im Griff hast. Damit sind wir schon bei den Grenzwerten, die in der Praxis am meisten zählen.

Diese Zahlen darfst du nicht reißen

Die eigentlichen Stolpersteine sind die Grenzwerte. Wichtig ist dabei zuerst: Es zählt die Equity, nicht nur der geschlossene Kontostand. Offene Positionen, Swaps und Kommissionen fließen also mit ein. Die Tagesgrenzen werden um 00:00 CE(S)T neu berechnet, und genau dort passieren in der Praxis viele Fehler, weil Trader ihre Positionen zwar für „noch sicher“ halten, die Equity aber schon etwas anderes erzählt.

Regel 1-Step 2-Step Was das praktisch heißt
Gewinnziel 10% 10% im Challenge, 5% in der Verification Erfüllt ist es erst mit geschlossenen Positionen und ausreichendem Kontostand
Tagesverlustlimit 3% 5% Ein 100.000-USD-Konto hat also 3.000 USD bzw. 5.000 USD Spielraum pro Tag
Gesamtverlustlimit 10% trailing nach oben 10% statisch Bei 100.000 USD liegt die Grenze bei 90.000 USD; nur die 1-Step kann später nach oben nachziehen
Mindesttage Nicht fest vorgegeben 4 Trading Days pro Phase Ein Trading Day zählt nur, wenn du mindestens eine Position öffnest
Best Day Rule Ja, maximal 50% der positiven Tage Nicht separat geführt Ein einzelner Gewinntag darf nicht die ganze Leistung dominieren

Auf einem Konto mit 100.000 USD heißt das ganz konkret: In der 1-Step darfst du pro Tag rechnerisch maximal 3.000 USD verlieren, in der 2-Step 5.000 USD. Das Gesamtverlustlimit liegt in beiden Modellen bei 10.000 USD, aber nur in der 1-Step kann es sich mit einem höheren Mitternachtsstand nach oben verschieben. Genau diese Differenz wird häufig übersehen, dabei macht sie die 1-Step spürbar dynamischer.

Die Best-Day-Regel ist ebenfalls mehr als ein Nebenmerkmal. Wenn dein bester Tag mehr als 50% deiner positiven Tage ausmacht, ist das noch kein automatischer Knock-out, aber du musst weitertraden, bis das Verhältnis wieder passt. Für mich ist das ein klares Signal: FTMO will keine Glückstreffer, sondern verteilte Leistung. Das führt direkt zur Frage, was im Trading eigentlich erlaubt ist.

Was im Trading erlaubt ist und wo FTMO streng wird

Im FTMO-FAQ wird klar, dass News-Trading in der Evaluation frei ist und Overnight- oder Weekend-Holding dort nicht gesperrt wird. Die engeren Restriktionen kommen erst später ins Spiel, vor allem auf dem Standard-FTMO-Account. Wer das missversteht, plant seine Strategie oft für das falsche Kontomodell.

News und Haltezeiten

Während der Evaluation darfst du bei beiden Produkten frei rund um Makrodaten handeln. Auf einem späteren Standard-Konto sind auf betroffenen Instrumenten jedoch 2 Minuten vor bis 2 Minuten nach ausgewählten News keine Eröffnungen oder Schließungen erlaubt, und das gilt auch für Pending Orders wie Stop Loss oder Take Profit. Auf dem Swing-Konto gibt es diese Einschränkungen nicht. Wenn dein Ansatz stark auf News-Spikes basiert, solltest du das Kontomodell also sehr bewusst wählen.

Strategien und EAs

FTMO erlaubt grundsätzlich diskretionäres Trading, algorithmische Ansätze und Expert Advisors. Ein Stop-Loss ist nicht zwingend vorgeschrieben, auch wenn ich ihn in der Praxis fast immer für sinnvoll halte. Auch die Auswahl an Instrumenten ist breit: Forex, Indizes, Rohstoffe, Aktien und Crypto sind grundsätzlich möglich, sofern sie auf deiner Plattform verfügbar sind. Vorsicht ist nur bei Drittanbieter-EAs geboten, weil gemeinsame Strategien, Kapitalallokation und technische Last schnell zum Thema werden können, selbst wenn der Ansatz an sich sauber aussieht.

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Wo FTMO streng reagiert

  • Feed-Arbitrage oder das Ausnutzen von Preisfehlern ist tabu.
  • Manipulative Gegenpositionen über verbundene Accounts sind problematisch.
  • Software, KI oder Masseneingaben, die dir einen unfairen Vorteil verschaffen, gehören nicht dazu.
  • Gap-Trading rund um wichtige News oder kurz vor Marktschluss wird als Hochrisikoverhalten gewertet.
  • Übertriebene Einseitigkeit, Overexposure oder Konstrukte, die die Best-Day-Regel umgehen sollen, sind ebenfalls heikel.

Genau hier zeigt sich, dass die Regeln nicht nur gegen schlechte Trades, sondern gegen unplausibles Trading-Verhalten gerichtet sind. Sobald du die Spielräume kennst, kannst du dein Risiko sauberer takten und musst weniger improvisieren.

Wie ich die Regeln in einen handelbaren Plan übersetze

Ich übersetze die Regeln gern in einen einfachen Ablauf, bevor der erste Trade überhaupt offen ist. So wird aus einer Liste von Verboten ein konkreter Arbeitsrahmen:

  1. Ich berechne vor jedem Handelstag meine echte Verlustobergrenze. Auf einem 100.000-USD-Konto liegen das bei der 1-Step 3.000 USD Daily Loss und 10.000 USD Max Loss, bei der 2-Step 5.000 USD Daily Loss und ebenfalls 10.000 USD Max Loss.
  2. Ich setze das Risiko pro Position bewusst darunter. Eine Obergrenze von etwa 1 bis 1,5 Prozent pro Trade ist für mich eher Deckel als Ziel. Wer darüber hinausgeht, arbeitet schnell zu nah an der Kante.
  3. Ich plane mit Puffern. Wer 100 Prozent des zulässigen Tagesverlusts verplant, handelt nicht strukturiert, sondern auf Kante. Slippage, Kommissionen und kurze Schwankungen können den Unterschied machen.
  4. Ich halte die Strategie replizierbar. Wenn ein Setup im Demo-Konto funktioniert, aber nur mit extremer Aggressivität in der Challenge, ist es meist kein tragfähiges Modell.
  5. Ich denke in Handelstagen, nicht nur in Trades. Besonders bei der 2-Step zählt jeder Tag, an dem mindestens eine Position eröffnet wurde. Wer alles in einen einzigen starken Tag presst, macht sich unnötig angreifbar.

Das klingt trocken, ist aber genau die Art von Routine, die eine Challenge handhabbar macht. Nichts davon ist spektakulär, und gerade deshalb funktioniert es besser als spontane Heldentrades. Im nächsten Schritt lohnt sich der Blick auf die Details, die viele erst beim zweiten Versuch sauber einordnen.

Die Details, die viele erst beim zweiten Versuch sehen

Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist die Bedeutung von Konsistenzdaten. Der sogenannte Discipline Score ist nur ein Informationswert und beeinflusst die Evaluation nicht direkt, aber er zeigt dir, ob deine Performance über die Tage halbwegs gleichmäßig verteilt ist. Ich finde das nützlich, weil es dich von der falschen Idee wegführt, ein einziger guter Tag könne das ganze Konto retten.

Auch das Zeitgefühl wird oft falsch gelesen. Es gibt keinen maximalen Zeitdruck, und genau das ist der eigentliche Vorteil der Struktur: Du darfst langsam, aber sauber arbeiten. Trotzdem bleibt die Best-Day-Regel ein natürlicher Filter, vor allem bei der 1-Step, weil ein einzelner Treffer eben nicht die ganze Geschichte tragen darf. Wer das akzeptiert, denkt automatisch stabiler.

  • Nutze das Free Trial, wenn du noch nicht sicher bist, wie deine Strategie unter den Regeln reagiert.
  • Behandle News-, Overnight- und Wochenend-Effekte schon vor dem FTMO Account als strategische Variable, nicht als Zufall.
  • Prüfe, ob dein Stil eher zu einem schnellen 1-Step-Weg oder zu einer ruhigeren 2-Step-Struktur passt.

Am Ende ist FTMO kein Rätsel, sondern ein sauber definierter Rahmen für Trader, die Risiko ernst nehmen. Wer die Regeln als Arbeitslogik versteht, statt sie nur zu überleben, hat deutlich bessere Chancen, die Challenge nicht nur zu bestehen, sondern daraus eine robuste Trading-Routine zu bauen.

Häufig gestellte Fragen

Der 1-Step-Prozess hat nur eine Evaluationsphase mit 10% Gewinnziel und 3% Daily Loss. Der 2-Step-Prozess umfasst eine Challenge (10% Gewinnziel) und eine Verification (5% Gewinnziel), mit 5% Daily Loss und 4 Mindest-Trading-Tagen pro Phase.

Ja, sowohl der Daily Loss als auch der Max Loss basieren auf der Equity, nicht nur auf dem geschlossenen Kontostand. Offene Positionen, Swaps und Kommissionen werden in die Berechnung einbezogen und um 00:00 CE(S)T neu bewertet.

Während der Evaluationsphase (Challenge und Verification) ist News-Trading erlaubt. Auf einem späteren Standard-FTMO-Account gibt es jedoch Einschränkungen: 2 Minuten vor und nach wichtigen News dürfen keine Positionen eröffnet oder geschlossen werden.

Die Best-Day-Regel (nur bei 1-Step) besagt, dass dein bester Gewinntag maximal 50% deiner gesamten positiven Performance ausmachen darf. Ist dies der Fall, musst du weitertraden, bis das Verhältnis wieder ausgeglichen ist, um konsistentes Trading zu fördern.

FTMO erlaubt diskretionäres Trading, algorithmische Ansätze und Expert Advisors. Wichtig ist, dass die Strategie legitim, reproduzierbar und regelkonform ist. Verboten sind Arbitrage, manipulative Gegenpositionen oder das Ausnutzen von Preisfehlern.

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Autor Ignaz Pape
Ignaz Pape
Nazywam się Ignaz Pape i od 5 lat zajmuję się tematyką finansowej wolności poprzez Online-Trading. Mein Interesse an diesem Bereich begann, als ich die Möglichkeiten entdeckte, die das Internet für den Handel bietet. Es fasziniert mich, wie Menschen durch kluge Entscheidungen und strategisches Handeln ihre finanzielle Situation verbessern können. In meinen Artikeln möchte ich den Lesern helfen, die Grundlagen des Online-Tradings zu verstehen und ihnen praktische Tipps an die Hand geben, um ihre eigenen Handelsstrategien zu entwickeln. Besonders wichtig ist mir, dass die Informationen, die ich teile, verständlich und nachvollziehbar sind, damit jeder die Chance hat, erfolgreich im Trading zu sein. Ich möchte, dass meine Leser nicht nur die Theorie kennen, sondern auch wissen, wie sie diese in der Praxis anwenden können.

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